GESELLSCHAFT FREIE VOGTLÄNDER DEUTSCHLANDS

Einheimische und reisende Bauhandwerker

Reiseberichte
Santa Cruz

Im August 2013 reisten wir zu dritt (F.V.D. Matze, F.V.D. Bernd und F.V.D. Nils) nach Bremerhaven zur Werft der Bark „Alexander von Humboldt 2“, um dort zwei Wochen zu schaniegeln, da wir das Angebot bekommen haben, im Winter mitsegeln zu können, wenn wir in der Werftzeit für Hand gegen Koje schaniegeln.

Das haben wir auch gleich wahrgenommen und uns auf den Weg gemacht.  In diesen zwei Wochen bauten wir zwei Schränke, einen davon mit integriertem Schreibtisch und ein weiteres Regal in die Leinenlast. Nach der Werftzeit ging es für uns drei erst einmal wieder in getrennte Richtungen. Treffpunkt war dann Anfang Oktober auf der Bude in Köln, um am 10.November von Düsseldorf (Weeze) in Richtung Teneriffa zu fliegen.

Als wir nachmittags in Teneriffa angekommen sind und wir alle unser Gepäck zurück hatten, ging es bei angenehmen 25 Grad an die Bundesstraße in Richtung Autobahn, um den Daumen in den Wind zu halten. Das stellte sich dann aber als nicht so einfach heraus, weil die Menschen auf der Insel nicht so richtig wussten, was sie mit uns anzufangen hatten und nur hupend vorbei gefahren sind. Nach 20 Minuten hielt jedoch endlich ein Engländer an, der uns in Richtung Los Cristianos mitnahm. Da das Dorf uns allerdings nicht zusagte, weil es sehr touristisch geprägt war, beschlossen wir, uns direkt auf den Weg in Richtung Santa Cruz zu machen. Da wir noch zwei Tage Zeit hatten, bis die „Alexander von Humboldt 2“ im Hafen einläuft, beschlossen wir die Zeit mit Schmoren und Strand zu überbrücken. 

 

 

 

Der erste Törn mit der „Alex“ führte uns von Teneriffa nach Santa Cruz de La Palma und über Puerto Vueltas auf La Gomera wieder zurück nach Teneriffa. Über Puerto Vueltas gibt es außerdem  zu sagen, dass es dort eine super Schwenkerbude gibt und Vaddern freut sich immer riesig über Zureisen und gibt dann auch gerne mal ‘nen „Pisspot „aus. Nach diesem Törn lag die „Alex“ erst einmal zwei Wochen im Hafen von Santa Cruz de Teneriffe.

Währenddessen erledigten wir kleinere Holzarbeiten und arbeiteten noch an Deck mit. Für uns ging es auch in die Takelage zum Auswechseln von Holzumlenkblöcken. Des Weiteren lernten wir noch Segelabschlagen und -annähen und auch Segelnähen. Während der Hafenliegezeit wurde zudem die neue Werbung für Becks gedreht.

Über Weihnachten segelten wir  von Teneriffa nach Santa Cruz de La Palma, wo sehr schmorlastig gefeiert wurde.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde in Richtung Gran Canaria ausgelaufen. Nach drei Tagen schönstem Segelwetter kamen wir in Las Palmas de Gran Canaria zum Crewwechsel an.

Zu unserem Glück lag die Gorch Fock (das Segelschulschiff der Deutschen Marine) direkt gegenüber von uns, was wir für einen spontanen Besuch gleich nutzten. Danach segelten wir von Gran Canaria wieder zurück nach Teneriffa zur Silvesterfeier.

Dort wurde mit 1000 Spaniern auf dem Marktplatz von Santa Cruz der Jahreswechsel gefeiert.

Am 2. Januar ging es dann wieder in Richtung Atlantik, um noch vier Tage zu segeln. Die „Alex“  lag darauf bis zum 15. Januar wieder im Hafen von Teneriffa. In dieser Zeit bekamen wir sehr überraschenden Besuch von zwei Freiheitsbrüdern (FFB Tjorben und FFB Elias), die zufällig am Schiff vorbeikamen.

 

 

Da zu diesem Zeitpunkt die russische „Shtandart“ neben uns lag, auf der F.V.D. Stöcker schon schaniegelt hat, sind wir mit fünf Kisten Becks und einem Teil der Stammcrew der „Alex“ gleich zum Schmoren hinübergegangen.  Nachts um zwölf Uhr ging‘s dann in die Stadt zum Schnaps schmoren. Nachdem der Kaptein zugestimmt hatte, konnten die beiden auch noch bei uns auf dem Schiff pennen. 

Am 15. Januar2014 ging‘s dann wieder raus und wir segelten wieder in Richtung Puerto Vueltas. Nach zwei Tagen auf See machten wir dann wieder in Puerto Vueltas fest. Dort trafen wir wieder FFB Tjorben und FFB Elias. Als wir auf Schwenkerbude zugereist waren, war zu unserer Freude auch noch FFB Friedel da und der Tag und der Abend wurden mit Rotwein Cola aus dem Pisspot verbracht.

Leider mussten wir am nächsten Tag wieder raus in Richtung Teneriffa, weil für uns am 23.01.2014 der Flug Richtung Heimat ging.

Alles in allem war es eine sehr schöne, lustige und auch lehrreiche Zeit.

 

F.V.D. Nils Bohr