GESELLSCHAFT FREIE VOGTLÄNDER DEUTSCHLANDS

Einheimische und reisende Bauhandwerker

Reiseberichte
Salvador

Von Ghent bis Salvador

 

Samstag 9. März 2013, auf der Ilha de Santa Catarina regnet es seit gut 12 Stunden ununterbrochen. Immer wieder fällt der Strom aus und obwohl es erst kurz nach Mittag ist, herrscht Dämmerlicht über dem kleinen Fischerdorf Rio Vermellho. Dann und wann zuckt ein Blitz auf und das Grollen des Donners rollt, von der nahen Küste her, über uns hinweg.

 

Die milde Temperatur macht das Tragen der Kluft angenehm, doch der Regen und der wiederkehrende Stromausfall machen das Arbeiten im Freien unmöglich. Zumal sämtliche Maschinen von Privatpersonen geliehen sind die allesamt Baumarktqualität haben, aber hier doch soviel kosten wie in Deutschland  mit vernünftiger Qualität. So sind wir hier im Hause des Bauherrn Ulli Martins und seiner Frau Paulinia zum Müßiggang gezwungen. Ja ein Tag geboren um zu schmoren, ganz nach dem Motto schmoren und denken, mache ich mir ein gutes Sol auf und setzte diesen Bericht auf.

 

Der Kamerad Stöcker Schreinergeselle aus Kreuztal und ich ein schweizer Zimmerergeselle sind seit gut zehn Tagen hier auf der Ilha de Santa Catarina und bauen eine Holzterrasse um einen Pool herum mit eingebauten Hockern und einer Liege. Aus so genannter „Eco Pine“, druckimprägnierter Kiefer, bauen wir nach dem Rostprinzip handliche Bodenelemente. Diese sollen, einer festen Unterkonstruktion aufliegend, gehalten sein und zugleich durch diese ausgeebnet werden. Die Elemente sollen jederzeit zu Reinigungszwecken herausnehmbar sein. Um dem „ Deck“ ein edleres Aussehen zu verleihen strichen wir das, durch die Imprägnation grün schimmernde Holz, mit einer wallnussbraunen Lasur. Nach dem Streichen spaxten wir erst mal die Unterkonstruktion auf den bestehenden Boden und ebneten diese mit Bruchfliesen als Unterlegmaterial aus.

 

 

Samstag 9. März 2013, auf der Ilha de Santa Catarina regnet es seit gut 12 Stunden ununterbrochen. Immer wieder fällt der Strom aus und obwohl es erst kurz nach Mittag ist, herrscht Dämmerlicht über dem kleinen Fischerdorf Rio Vermellho. Dann und wann zuckt ein Blitz auf und das Grollen des Donners rollt, von der nahen Küste her, über uns hinweg.

 

Die milde Temperatur macht das Tragen der Kluft angenehm, doch der Regen und der wiederkehrende Stromausfall machen das Arbeiten im Freien unmöglich. Zumal sämtliche Maschinen von Privatpersonen geliehen sind die allesamt Baumarktqualität haben, aber hier doch soviel kosten wie in Deutschland  mit vernünftiger Qualität. So sind wir hier im Hause des Bauherrn Ulli Martins und seiner Frau Paulinia zum Müßiggang gezwungen. Ja ein Tag geboren um zu schmoren, ganz nach dem Motto schmoren und denken, mache ich mir ein gutes Sol auf und setzte diesen Bericht auf.

 

Der Kamerad Stöcker Schreinergeselle aus Kreuztal und ich ein schweizer Zimmerergeselle sind seit gut zehn Tagen hier auf der Ilha de Santa Catarina und bauen eine Holzterrasse um einen Pool herum mit eingebauten Hockern und einer Liege. Aus so genannter „Eco Pine“, druckimprägnierter Kiefer, bauen wir nach dem Rostprinzip handliche Bodenelemente. Diese sollen, einer festen Unterkonstruktion aufliegend, gehalten sein und zugleich durch diese ausgeebnet werden. Die Elemente sollen jederzeit zu Reinigungszwecken herausnehmbar sein. Um dem „ Deck“ ein edleres Aussehen zu verleihen strichen wir das, durch die Imprägnation grün schimmernde Holz, mit einer wallnussbraunen Lasur. Nach dem Streichen spaxten wir erst mal die Unterkonstruktion auf den bestehenden Boden und ebneten diese mit Bruchfliesen als Unterlegmaterial aus.

 

 

In den nächsten Tagen wird der Kam. Stöcker die Konstruktion für die Hocker und die Liege herstellen und beplankt sie anschließend mit dem Bodenbelag. Währenddessen mache ich mich an das Fertigen der Bodenelemente. Dazu lege ich neben die feste Unterkonstruktion eine zweite Latte hin und schraube mit, den eigens aus Deutschland eingeflogenen, Edelstahlschrauben  die Bohlen auf der losen Latte fest. So sollen Elemente mit einer Breite von ca. einem Meter entstehen. Die Terrasse welche einen rechteckigen Grundriss aufweist und in dessen Mitte ein ovaler Pool ruht, teilen wir so ein das möglichst keine LDeck“ ein edleres Aussehen zu verleihen strichen wir das, durch die Imprägnation grün schimmernde Holz, mit einer wallnussbraunen Lasur. Nach dem Streichen spaxten wir erst mal die Unterkonstruktion auf den bestehenden Boden und ebneten diese mit Bruchfliesen als Unterlegmaterial aus.

 

 

In den nächsten Tagen wird der Kam. Stöcker die Konstruktion für die Hocker und die Liege herstellen und beplankt sie anschließend mit dem Bodenbelag. Währenddessen mache ich mich an das Fertigen der Bodenelemente. Dazu lege ich neben die feste Unterkonstruktion eine zweite Latte hin und schraube mit, den eigens aus Deutschland eingeflogenen, Edelstahlschrauben  die Bohlen auf der losen Latte fest. So sollen Elemente mit einer Breite von ca. einem Meter entstehen. Die Terrasse welche einen rechteckigen Grundriss aufweist und in dessen Mitte ein ovaler Pool ruht, teilen wir so ein das möglichst keine Längsstöße entstehen. Außerdem wollen wir Akzente durch eine Asymmetrie und wechselnder Faserrichtung auf der Bodenfläche setzen. 

 

Auf der Liege welche zugleich die Sanitärtechnik verdeckt und auf den ersten Metern des Terrassenantrittes der sich diagonal gegenüber der Liege befindet, verlegen wir die Bohlen in Längsrichtung. Hingegen alles andere in Querrichtung verlegt werden soll. Weiter soll ein Steg die Terrasse mit dem Wohnhaus verbinden. Für dessen Unterbau verwenden wir Kies zum ausebnen und Gartenplatten als Trägermaterial. Darauf schrauben wir eine Latte als Unterkonstruktion und nageln die Bohlen direkt auf diese fest.

 

Rückblick…

Vor einem Monat hatten wir das letzte Mal europäischen Boden unter den Füssen. Am 9. Februar, in Ghent auf dem Kai 990 heuerten wir Hand gegen Koje, auf der „M/V Premium do Brasil“ an. Ein Tankfrachter welcher Orangensaft von Brasilien nach Europa bringt. Am zehnten lief dieser aus und die Überfahrt begann.

 

 

In den nächsten Tagen wird der Kam. Stöcker die Konstruktion für die Hocker und die Liege herstellen und beplankt sie anschließend mit dem Bodenbelag. Währenddessen mache ich mich an das Fertigen der Bodenelemente. Dazu lege ich neben die feste Unterkonstruktion eine zweite Latte hin und schraube mit, den eigens aus Deutschland eingeflogenen, Edelstahlschrauben  die Bohlen auf der losen Latte fest. So sollen Elemente mit einer Breite von ca. einem Meter entstehen. Die Terrasse welche einen rechteckigen Grundriss aufweist und in dessen Mitte ein ovaler Pool ruht, teilen wir so ein das möglichst keine Längsstöße entstehen. Außerdem wollen wir Akzente durch eine Asymmetrie und wechselnder Faserrichtung auf der Bodenfläche setzen. 

 

Auf der Liege welche zugleich die Sanitärtechnik verdeckt und auf den ersten Metern des Terrassenantrittes der sich diagonal gegenüber der Liege befindet, verlegen wir die Bohlen in Längsrichtung. Hingegen alles andere in Querrichtung verlegt werden soll. Weiter soll ein Steg die Terrasse mit dem Wohnhaus verbinden. Für dessen Unterbau verwenden wir Kies zum ausebnen und Gartenplatten als Trägermaterial. Darauf schrauben wir eine Latte als Unterkonstruktion und nageln die Bohlen direkt auf diese fest.

 

Rückblick…

Vor einem Monat hatten wir das letzte Mal europäischen Boden unter den Füssen. Am 9. Februar, in Ghent auf dem Kai 990 heuerten wir Hand gegen Koje, auf der „M/V Premium do Brasil“ an. Ein Tankfrachter welcher Orangensaft von Brasilien nach Europa bringt. Am zehnten lief dieser aus und die Überfahrt begann.

 

Erst aus dem Landesinneren dem Zeekanal Ghent-Terneuzen folgend in die Nordsee, dann Kurs Südwest den Englischen Kanal passierend in die keltische See, die Bucht von Biscaya durchquerend und direkt zwischen den Kanaren durch. Immer einen straiten Südwestkurs einhaltend, auf die Kappwerden zu und von dort der kürzesten Strecke folgend, in knapp drei Tagen über den Atlantik, der brasilianische Küste entgegen. Welcher wir folgten bis nach Santos. Allgemein hatten wir eine sehr ruhige See.ängsstöße entstehen. Außerdem wollen wir Akzente durch eine Asymmetrie und wechselnder Faserrichtung auf der Bodenfläche setzen. 

 

Auf der Liege welche zugleich die Sanitärtechnik verdeckt und auf den ersten Metern des Terrassenantrittes der sich diagonal gegenüber der Liege befindet, verlegen wir die Bohlen in Längsrichtung. Hingegen alles andere in Querrichtung verlegt werden soll. Weiter soll ein Steg die Terrasse mit dem Wohnhaus verbinden. Für dessen Unterbau verwenden wir Kies zum ausebnen und Gartenplatten als Trägermaterial. Darauf schrauben wir eine Latte als Unterkonstruktion und nageln die Bohlen direkt auf diese fest.

 

Rückblick…

Vor einem Monat hatten wir das letzte Mal europäischen Boden unter den Füssen. Am 9. Februar, in Ghent auf dem Kai 990 heuerten wir Hand gegen Koje, auf der „M/V Premium do Brasil“ an. Ein Tankfrachter welcher Orangensaft von Brasilien nach Europa bringt. Am zehnten lief dieser aus und die Überfahrt begann.

 

Erst aus dem Landesinneren dem Zeekanal Ghent-Terneuzen folgend in die Nordsee, dann Kurs Südwest den Englischen Kanal passierend in die keltische See, die Bucht von Biscaya durchquerend und direkt zwischen den Kanaren durch. Immer einen straiten Südwestkurs einhaltend, auf die Kappwerden zu und von dort der kürzesten Strecke folgend, in knapp drei Tagen über den Atlantik, der brasilianische Küste entgegen. Welcher wir folgten bis nach Santos. Allgemein hatten wir eine sehr ruhige See. Nur an den ersten Tagen, im Ärmelkanal und in der keltischen See wo der Seegang ohnehin schon etwas rauer ist, war Sturm. Da stampfte das Schiff über Bug teilweise so acht/neun Meter aus den Wellen, um in der nächsten Sekunde wieder krachend und polternd tief ins Meer einzutauchen. Später fing es auch noch an zu rollen und schwenkte weit über 30° von Steuerbord über Backbord. Es dauerte bis in die frühen Morgenstunden bis die See sich wieder beruhigte und aufgeräumt werden konnte. Die Schräglage war teilweise so heftig, dass selbst aus den seefesten Schränken das Geschirr heraus flog. So ging der eine oder andere Teller zu Bruch.

 

 

Das Schiff macht mit seinen sieben riesigen Zylindern bis zu 19 Knoten Fahrt das sind so fünfunddrei

Erst aus dem Landesinneren dem Zeekanal Ghent-Terneuzen folgend in die Nordsee, dann Kurs Südwest den Englischen Kanal passierend in die keltische See, die Bucht von Biscaya durchquerend und direkt zwischen den Kanaren durch. Immer einen straiten Südwestkurs einhaltend, auf die Kappwerden zu und von dort der kürzesten Strecke folgend, in knapp drei Tagen über den Atlantik, der brasilianische Küste entgegen. Welcher wir folgten bis nach Santos. Allgemein hatten wir eine sehr ruhige See. Nur an den ersten Tagen, im Ärmelkanal und in der keltischen See wo der Seegang ohnehin schon etwas rauer ist, war Sturm. Da stampfte das Schiff über Bug teilweise so acht/neun Meter aus den Wellen, um in der nächsten Sekunde wieder krachend und polternd tief ins Meer einzutauchen. Später fing es auch noch an zu rollen und schwenkte weit über 30° von Steuerbord über Backbord. Es dauerte bis in die frühen Morgenstunden bis die See sich wieder beruhigte und aufgeräumt werden konnte. Die Schräglage war teilweise so heftig, dass selbst aus den seefesten Schränken das Geschirr heraus flog. So ging der eine oder andere Teller zu Bruch.

 

 

Das Schiff macht mit seinen sieben riesigen Zylindern bis zu 19 Knoten Fahrt das sind so fünfunddreißig km/h und das 24 Stunden durchweg. Wir legten durchschnittlich 800 Km pro Tag zurück so dauerte die Überfahrt zwölf Tage. Am Freitag den 22. Februar kurz nach Mittag erreichten wir den Hafen von Santos aber einlaufen konnten wir noch nicht weil die Hafenarbeiter an diesem Tag streikten. Also ankerten wir neben hunderten anderen noch teilweise größeren Frachtschiffen, welche wie wir auf einen Anlegeplatz im Hafen warteten. Wo sie ihre Fracht löschen oder bunkern können. 

 

 Nur an den ersten Tagen, im Ärmelkanal und in der keltischen See wo der Seegang ohnehin schon etwas rauer ist, war Sturm. Da stampfte das Schiff über Bug teilweise so acht/neun Meter aus den Wellen, um in der nächsten Sekunde wieder krachend und polternd tief ins Meer einzutauchen. Später fing es auch noch an zu rollen und schwenkte weit über 30° von Steuerbord über Backbord. Es dauerte bis in die frühen Morgenstunden bis die See sich wieder beruhigte und aufgeräumt werden konnte. Die Schräglage war teilweise so heftig, dass selbst aus den seefesten Schränken das Geschirr heraus flog. So ging der eine oder andere Teller zu Bruch.

 

 

Das Schiff macht mit seinen sieben riesigen Zylindern bis zu 19 Knoten Fahrt das sind so fünfunddreißig km/h und das 24 Stunden durchweg. Wir legten durchschnittlich 800 Km pro Tag zurück so dauerte die Überfahrt zwölf Tage. Am Freitag den 22. Februar kurz nach Mittag erreichten wir den Hafen von Santos aber einlaufen konnten wir noch nicht weil die Hafenarbeiter an diesem Tag streikten. Also ankerten wir neben hunderten anderen noch teilweise größeren Frachtschiffen, welche wie wir auf einen Anlegeplatz im Hafen warteten. Wo sie ihre Fracht löschen oder bunkern können. 

 

Das war schon sehr beeindruckend inzwischen hunderten, riesigen, durch die Strömung  alle parallel ausgerichteten, Stahlkolossen im Gewittertreiben zu liegen und das Land in der Ferne zu sehen. Am Samstag in der frßig km/h und das 24 Stunden durchweg. Wir legten durchschnittlich 800 Km pro Tag zurück so dauerte die Überfahrt zwölf Tage. Am Freitag den 22. Februar kurz nach Mittag erreichten wir den Hafen von Santos aber einlaufen konnten wir noch nicht weil die Hafenarbeiter an diesem Tag streikten. Also ankerten wir neben hunderten anderen noch teilweise größeren Frachtschiffen, welche wie wir auf einen Anlegeplatz im Hafen warteten. Wo sie ihre Fracht löschen oder bunkern können. 

 

Das war schon sehr beeindruckend inzwischen hunderten, riesigen, durch die Strömung  alle parallel ausgerichteten, Stahlkolossen im Gewittertreiben zu liegen und das Land in der Ferne zu sehen. Am Samstag in der früh liefen wir dann in den Hafen ein. Vorher kam ein Hafenlotse an Bord und zwei Schleppschiffe banden bei uns an. Während der Hafeneinfahrt durften wir mit auf der Brücke sein und konnten so einen groben Überblick über den Ablauf beim Einfahren gewinnen.

 

Der Lotse gab immer Anweisungen über die Geschwindigkeit und Fahrrinne, der Steuermann bewegte das Ruder und der Kapitän regelte das Tempo. Der erste Mate überwachte die Tätigkeit der Mannschaft und hielt das  ganze Deck im Auge.Als der Anlegeplatz erreicht war wendeten wir mit Hilfe der Schleppboote in Abfahrtrichtung und legten an.  

 

Wir hatten schon im Vorfeld bei der Reederei in Hamburg  vorgesprochen um als Überarbeiter nach Brasilien zu Reisen. Nach einigem bürokratischen Aufwand hatten wir die Zusage von der Reederei und den Termin in der Tasche. Darum war der Kapitän auf uns vorbereitet und besorgte ein paar Multiplexplatten aus denen wir Regale, Tischblätter und ein Wachhäuschen herstellen und reparieren sollten. Das taten wir auch, wir verlängerten zwei Tische und fertigten ein Möbel für den Kopierer.Wir bauten einen Tisch mit Schwalbenschwanzverbindung von Hand und  einige Bücherregale. Wir hatten dazu nur eine Stichsäge und eine Flex an Maschinen und einiges Handwerkzeug zur Verfügung…

 

 

2.Mai 2013

…fast zwei Monate Später in München…

 

Das war schon sehr beeindruckend inzwischen hunderten, riesigen, durch die Strömung  alle parallel ausgerichteten, Stahlkolossen im Gewittertreiben zu liegen und das Land in der Ferne zu sehen. Am Samstag in der früh liefen wir dann in den Hafen ein. Vorher kam ein Hafenlotse an Bord und zwei Schleppschiffe banden bei uns an. Während der Hafeneinfahrt durften wir mit auf der Brücke sein und konnten so einen groben Überblick über den Ablauf beim Einfahren gewinnen.

 

Der Lotse gab immer Anweisungen über die Geschwindigkeit und Fahrrinne, der Steuermann bewegte das Ruder und der Kapitän regelte das Tempo. Der erste Mate überwachte die Tätigkeit der Mannschaft und hielt das  ganze Deck im Auge.Als der Anlegeplatz erreicht war wendeten wir mit Hilfe der Schleppboote in Abfahrtrichtung und legten an.  

 

Wir hatten schon im Vorfeld bei der Reederei in Hamburg  vorgesprochen um als Überarbeiter nach Brasilien zu Reisen. Nach einigem bürokratischen Aufwand hatten wir die Zusage von der Reederei und den Termin in der Tasche. Darum war der Kapitän auf uns vorbereitet und besorgte ein paar Multiplexplatten aus denen wir Regale, Tischblätter und ein Wachhäuschen herstellen und reparieren sollten. Das taten wir auch, wir verlängerten zwei Tische und fertigten ein Möbel für den Kopierer.Wir bauten einen Tisch mit Schwalbenschwanzverbindung von Hand und  einige Bücherregale. Wir hatten dazu nur eine Stichsäge und eine Flex an Maschinen und einiges Handwerkzeug zur Verfügung…

 

 

2.Mai 2013

…fast zwei Monate Später in München…

 

Der Kam. Stöcker und ich sind nun wieder zurück in Deutschland. Unsere Wege haben sich getrennt und ich hab bis vorgestern bei einem Münchner Krauter schaniegelt um meine Reisekasse wieder ein wenig zu füllen. Heute ist ein Tag zum resüh liefen wir dann in den Hafen ein. Vorher kam ein Hafenlotse an Bord und zwei Schleppschiffe banden bei uns an. Während der Hafeneinfahrt durften wir mit auf der Brücke sein und konnten so einen groben Überblick über den Ablauf beim Einfahren gewinnen.

 

Der Lotse gab immer Anweisungen über die Geschwindigkeit und Fahrrinne, der Steuermann bewegte das Ruder und der Kapitän regelte das Tempo. Der erste Mate überwachte die Tätigkeit der Mannschaft und hielt das  ganze Deck im Auge.Als der Anlegeplatz erreicht war wendeten wir mit Hilfe der Schleppboote in Abfahrtrichtung und legten an.  

 

Wir hatten schon im Vorfeld bei der Reederei in Hamburg  vorgesprochen um als Überarbeiter nach Brasilien zu Reisen. Nach einigem bürokratischen Aufwand hatten wir die Zusage von der Reederei und den Termin in der Tasche. Darum war der Kapitän auf uns vorbereitet und besorgte ein paar Multiplexplatten aus denen wir Regale, TischblDer Kam. Stöcker und ich sind nun wieder zurück in Deutschland. Unsere Wege haben sich getrennt und ich hab bis vorgestern bei einem Münchner Krauter schaniegelt um meine Reisekasse wieder ein wenig zu füllen. Heute ist ein Tag zum resümieren und die vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen. Den aufgesetzten Bericht hab ich ins Reine geschrieben und nun will ich noch kurz von unserer Reise durch den östlichen Teil Brasiliens berichten.ä

 

Wir schaniegelten, nach dem aufsetzten des Berichtes, noch zwei Wochen beim Ulli. Während dieser Zeit unterstützte uns der Kam. Ziegler, Zimmerer Geselle von der Alb, welcher sich zufällig auch in der Gegend befand und zu dem wir Kontakt hielten. Am Freitag den 22.3. war dann aber Zeit um sich neuen Orten zuzuwenden. Nachdem wir in Florianópolis auf dem Amt den Stempel abholten, welcher übrigens der einzige offizielle Stempel sein sollte den wir  auf unserer gesamten Reise bekamen, trennten wir uns von dem Kam. Ziegler und wendeten uns Richtung Norden. Wir hatten noch gut drei Wochen Zeit um nach Salvador zu gelangen von wo unser Flug zurück abging. Wir wollten auf jeden Fall Rio de Janeiro sehen.

 

Auf dem Weg dahin, welcher mehr oder weniger der Atlantikküste entlang führte,  machten wir halt in Parati und auf  der Ilha Grande. Wir verbrachten viel Zeit am, im und auf dem Meer, einer Exkursion durch den Regenwald auf den Pico do Papagaio und lernten die küstenbrasilianische Kneipenkultur kennen. Obwohl wir versuchten so weit wie möglich dem Tourismus auszuweichen, hatten wir nach den schönen Tagen an der Küste genug von diesen typischen Strandurlaubsgegenden. 

 

tter und ein Wachhäuschen herstellen und reparieren sollten. Das taten wir auch, wir verlängerten zwei Tische und fertigten ein Möbel für den Kopierer.Wir bauten einen Tisch mit Schwalbenschwanzverbindung von Hand und  einige Bücherregale. Wir hatten dazu nur eine Stichsäge und eine Flex an Maschinen und einiges Handwerkzeug zur Verfügung…

 

 

2.Mai 2013

…fast zwei Monate Später in München…

 

Der Kam. Stöcker und ich sind nun wieder zurück in Deutschland. Unsere Wege haben sich getrennt und ich hab bis vorgestern bei einem Münchner Krauter schaniegelt um meine Reisekasse wieder ein wenig zu füllen. Heute ist ein Tag zum resümieren und die vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen. Den aufgesetzten Bericht hab ich ins Reine geschrieben und nun will ich noch kurz von unserer Reise durch den östlichen Teil Brasiliens berichten.

 

Wir schaniegelten, nach dem aufsetzten des Berichtes, noch zwei Wochen beim Ulli. Während dieser Zeit unterstützte uns der Kam. Ziegler, Zimmerer Geselle von der Alb, welcher sich zufällig auch in der Gegend befand und zu dem wir Kontakt hielten. ümieren und die vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen. Den aufgesetzten Bericht hab ich ins Reine geschrieben und nun will ich noch kurz von unserer Reise durch den östlichen Teil Brasiliens berichten.

 

Wir schaniegelten, nach dem aufsetzten des Berichtes, noch zwei Wochen beim Ulli. Während dieser Zeit unterstützte uns der Kam. Ziegler, Zimmerer Geselle von der Alb, welcher sich zufällig auch in der Gegend befand und zu dem wir Kontakt hielten. Am Freitag den 22.3. war dann aber Zeit um sich neuen Orten zuzuwenden. Nachdem wir in Florianópolis auf dem Amt den Stempel abholten, welcher übrigens der einzige offizielle Stempel sein sollte den wir  auf unserer gesamten Reise bekamen, trennten wir uns von dem Kam. Ziegler und wendeten uns Richtung Norden. Wir hatten noch gut drei Wochen Zeit um nach Salvador zu gelangen von wo unser Flug zurück abging. Wir wollten auf jeden Fall Rio de Janeiro sehen.

 

Auf dem Weg dahin, welcher mehr oder weniger der Atlantikküste entlang führte,  machten wir halt in Parati und auf  der Ilha Grande. Wir verbrachten viel Zeit am, im und auf dem Meer, einer Exkursion durch den Regenwald auf den Pico do Papagaio und lernten die küstenbrasilianische Kneipenkultur kennen. Obwohl wir versuchten so weit wie möglich dem Tourismus auszuweichen, hatten wir nach den schönen Tagen an der Küste genug von diesen typischen Strandurlaubsgegenden. 

 

 

Wir beschlossen nach dem Aufenthalt in Rio uns das Landesinnere unter die Lupe zu nehmen und so vielleicht den Touristen ein wenig auszuweichen. Aber vorher verbrachten wir das Wochenende in Rio. Wie es der Zufall wollte war das gerade das Osterwochenende und wir hatten einige Schwierigkeiten eine Unterkunft zu finden. Aber nach einigen Stunden des Suchens und einigen in der Stadt zurückgelegten Kilometern fanden wir eine Unterkunft welche zu uns passte. Einfach einige Betten in einem Dachstock hingestellt und fertig. Aber es war günstig, sauber und mit einer Bar im Keller und nur Junge Leute einquartiert.

 

Wir besahen den Cristo Redentor auf dem Corcovado, die Copacabana, die berühmte Escadaria Selarón und schlürften den einen oder anderen Caipirinha zu Samba und Forro Klängen. Rio ist eine sehr lebendige Stadt der Gegensätze und wir genossen es einfach nur durch die Stadt zu Tippeln und mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten und die Kultur zu erleben.

 

 

Wir beschlossen nach dem Aufenthalt in Rio uns das Landesinnere unter die Lupe zu nehmen und so vielleicht den Touristen ein wenig auszuweichen. Aber vorher verbrachten wir das Wochenende in Rio. Wie es der Zufall wollte war das gerade das Osterwochenende und wir hatten einige Schwierigkeiten eine Unterkunft zu finden. Aber nach einigen Stunden des Suchens und einigen in der Stadt zurückgelegten Kilometern fanden wir eine Unterkunft welche zu uns passte. Einfach einige Betten in einem Dachstock hingestellt und fertig. Aber es war günstig, sauber und mit einer Bar im Keller und nur Junge Leute einquartiert.

 

Wir besahen den Cristo Redentor auf dem Corcovado, die Copacabana, die berühmte Escadaria Selarón und schlürften den einen oder anderen Caipirinha zu Samba und Forro Klängen. Rio ist eine sehr lebendige Stadt der Gegensätze und wir genossen es einfach nur durch die Stadt zu Tippeln und mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten und die Kultur zu erleben.

 

Die weitere Reise führte uns nach Petropolis wo wir die Sommerresidenz des Dom Petro des zweiten, welche heute als Museum fungiert und viel alte Handwerkskunst beherbergt, anschauten. Auch nach Ouro Preto in mitten einem Bergbaugebiet wo vorwiegend Eisenerz geschürft wird und früher Silber und Gold gefördert wurden. Dementsprechend reich waren die vielen Kirchen aus der Barockzeit verziert auch da sahen wir verblüffende Handwerkskunst. Dazu muss ich sagen das in Brasilien der Baustandart in der heutigen Zeit eher auf Stein und Beton basiert und Holzbauten eher der Vergangenheit angehören. Zudem sind die meisten Handwerker nicht ausgebildet und somit auch qualitativ eher Bastler Niveau. So ist es umso erstaunlicher dass zum Beispiel der komplett hölzerne Innenausbau einer solchen Kirche so gut erhalten ist. Diese barocke Opulenz vermutet man eher in  der Region Bayern als mitten in Brasilien.

 

Am Freitag den 22.3. war dann aber Zeit um sich neuen Orten zuzuwenden. Nachdem wir in Florianópolis auf dem Amt den Stempel abholten, welcher übrigens der einzige offizielle Stempel sein sollte den wir  auf unserer gesamten Reise bekamen, trennten wir uns von dem Kam. Ziegler und wendeten uns Richtung Norden. Wir hatten noch gut drei Wochen Zeit um nach Salvador zu gelangen von wo unser Flug zurück abging. Wir wollten auf jeden Fall Rio de Janeiro sehen.

 

 

Auf dem Weg dahin, welcher mehr oder weniger der Atlantikküste entlang führte,  machten wir halt in Parati und auf  der Ilha Grande. Wir verbrachten viel Zeit am, im und auf dem Meer, einer Exkursion durch den Regenwald auf den Pico do Papagaio und lernten die küstenbrasilianische Kneipenkultur kennen. Obwohl wir versuchten so weit wie möglich dem Tourismus auszuweichen, hatten wir nach den schönen Tagen an der Küste genug von diesen typischen Strandurlaubsgegenden. 

 

 

Die weitere Reise führte uns nach Petropolis wo wir die Sommerresidenz des Dom Petro des zweiten, welche heute als Museum fungiert und viel alte Handwerkskunst beherbergt, anschauten. Auch nach Ouro Preto in mitten einem Bergbaugebiet wo vorwiegend Eisenerz geschürft wird und früher Silber und Gold gefördert wurden. Dementsprechend reich waren die vielen Kirchen aus der Barockzeit verziert auch da sahen wir verblüffende Handwerkskunst. Dazu muss ich sagen das in Brasilien der Baustandart in der heutigen Zeit eher auf Stein und Beton basiert und Holzbauten eher der Vergangenheit angehören. Zudem sind die meisten Handwerker nicht ausgebildet und somit auch qualitativ eher Bastler Niveau. So ist es umso erstaunlicher dass zum Beispiel der komplett hölzerne Innenausbau einer solchen Kirche so gut erhalten ist. Diese barocke Opulenz vermutet man eher in  der Region Bayern als mitten in Brasilien.

 

 

Weiter ging es nach Alto Paraiso im Bundesstaat Goiás am Rande eines Nationalparks im riesigen Cerrado, einer typischen Savannenlandschaft Brasiliens. Von wo wir wieder einige Exkursionen in die großartige Natur  starteten. Diese Gegend auf den Hochplattaus gefiel mir landschaftlich sowie von der Vegetation am besten. Weil sie nicht so undurchdringlich wie der Regenwald  ist, aber trotzdem ganz andere Pflanzen beherbergt als alles was ich bis dahin kannte.  

 

Danach machten wir halt in Brasilia die Hauptstadt Brasiliens wo wir den Botschaften der Schweiz und Deutschland einen Besuch abstatteten. Diese Stadt wurde anfangs der sechziger Jahre fertiggestellt und ist eine Perle der modernen Architektur, durchgeplant bis aufs letzte Detail. Es ist meiner Meinung nach ein menschenfeindlicher und unwirklicher Ort in dem das Leben aufs arbeiten, regieren und politisieren reduziert wird. Die aber Bauhausstil Anhänger und Moderne Kunst Liebhaber erquicken wird.

 

Die letzte Station war Salvador, nebst Rio eine der gefährlichsten Städte Brasiliens. Diese Stadt war Jahre lang die Hauptstadt des Landes und lebt vom Handel. Da war das Leben wieder im vollen Gange. Wir  lernten wieder viele Leute kennen und freundeten uns zufälligerweise mit einigen Street Art Künstlern an. Diese hatten gerade eine Vernissage in einer Favela am laufen und wir platzten, von der Musik angezogen, mitten in diese Veranstaltung und sorgten unserer Kluft wegen für einiges Aufsehen. Wir wurden von den Leuten  für den nächsten Tag zum Mittagessen in der Favela eingeladen. Uns wurde richtige einheimische Kost versprochen. Das konnten wir nicht ablehnen so begaben wir uns am nächsten Tag wieder dorthin und kamen in Genuss der besten Moqueca, ein typisches Fischgericht der  Küste. Wir blieben den ganzen Tag da, badeten im nahen Strand und besuchten abends mit den Leuten ein Jazzkonzert das für die Bewohner der Favela gratis war. So tauchten wir zum Schluss nochmal richtig in die Kultur ein. Trotzdem mussten wir Abschied nehmen, auch wenn sich unverhofft noch einige Schaniegelei angeboten hat mit der wir den Leuten hätten helfen können. Aber unser Flug ging am nächsten Tag.

 

Rückblickend war das eine sehr lehrreiche Zeit. Obwohl ich Handwerklich nicht viel außer improvisieren dazulernte, konnte ich einige Einblicke in das Leben und Schaffen eines Seemannes erhaschen. Ich hab die brasilianische Kultur miterlebt und gesehen dass  mit viel Optimismus und Gelassenheit alles möglich ist. Das ist das was ich mitgenommen hab. 

 

 

Weiter ging es nach Alto Paraiso im Bundesstaat Goiás am Rande eines Nationalparks im riesigen Cerrado, einer typischen Savannenlandschaft Brasiliens. Von wo wir wieder einige Exkursionen in die großartige Natur  starteten. Diese Gegend auf den Hochplattaus gefiel mir landschaftlich sowie von der Vegetation am besten. Weil sie nicht so undurchdringlich wie der Regenwald  ist, aber trotzdem ganz andere Pflanzen beherbergt als alles was ich bis dahin kannte.  

 

Danach machten wir halt in Brasilia die Hauptstadt Brasiliens wo wir den Botschaften der Schweiz und Deutschland einen Besuch abstatteten. Diese Stadt wurde anfangs der sechziger Jahre fertiggestellt und ist eine Perle der modernen Architektur, durchgeplant bis aufs letzte Detail. Es ist meiner Meinung nach ein menschenfeindlicher und unwirklicher Ort in dem das Leben aufs arbeiten, regieren und politisieren reduziert wird. Die aber Bauhausstil Anhänger und Moderne Kunst Liebhaber erquicken wird.

 

Die letzte Station war Salvador, nebst Rio eine der gefährlichsten Städte Brasiliens. Diese Stadt war Jahre lang die Hauptstadt des Landes und lebt vom Handel. Da war das Leben wieder im vollen Gange. Wir  lernten wieder viele Leute kennen und freundeten uns zufälligerweise mit einigen Street Art Künstlern an. Diese hatten gerade eine Vernissage in einer Favela am laufen und wir platzten, von der Musik angezogen, mitten in diese Veranstaltung und sorgten unserer Kluft wegen für einiges Aufsehen. Wir wurden von den Leuten  für den nächsten Tag zum Mittagessen in der Favela eingeladen. Uns wurde richtige einheimische Kost versprochen. Das konnten wir nicht ablehnen so begaben wir uns am nächsten Tag wieder dorthin und kamen in Genuss der besten Moqueca, ein typisches Fischgericht der  Küste. Wir blieben den ganzen Tag da, badeten im nahen Strand und besuchten abends mit den Leuten ein Jazzkonzert das für die Bewohner der Favela gratis war. So tauchten wir zum Schluss nochmal richtig in die Kultur ein. Trotzdem mussten wir Abschied nehmen, auch wenn sich unverhofft noch einige Schaniegelei angeboten hat mit der wir den Leuten hätten helfen können. Aber unser Flug ging am nächsten Tag.

 

Rückblickend war das eine sehr lehrreiche Zeit. Obwohl ich Handwerklich nicht viel außer improvisieren dazulernte, konnte ich einige Einblicke in das Leben und Schaffen eines Seemannes erhaschen. Ich hab die brasilianische Kultur miterlebt und gesehen dass  mit viel Optimismus und Gelassenheit alles möglich ist. Das ist das was ich mitgenommen hab. 

 

Text und Bildmaterial v. F.V.D. Dominic Ruef / F.V.D. Florian Stöcker